Wasserschaden selbst trocknen

Wir zeigen Ihnen in dieser Anleitung, wie Sie Wasserschäden günstig selbst trocknen können, ohne einen teuren Fachmann bestellen zu müssen. Dadurch sparen Sie einige hundert Euro.

Wasserschaden

Wasserschäden selbst trocknen

Jetzt schnell handeln

Steht das Wasser erst einmal im Haus, muss schnell gehandelt werden. Je länger das Wasser steht, desto tiefer dringt es in die Bausubstanz ein und desto schwieriger wird die Trocknung. Mit dieser kleinen Anleitung geben wir Ihnen einen Anhalt, an welche Schritte Sie denken müssen.

Anleitung zum Wasserschaden trocknen

1. Stehendes Wasser entfernen

Als Erstes müssen Sie sämtliches stehendes Wasser entfernen. Das geht am schnellsten mit einer Pumpe, aber auch ein Eimer ist eine Lösung. Für die letzten Wasserreste können Sie einen Nasssauger, Abzieher oder Lappen verwenden. Sie können aufhören, wenn der Boden keinen Wasserfilm mehr aufweist.

2. Schäden begutachten

Ist das stehende Wasser entfernt, können Sie erst einmal die Schäden begutachten und schauen, wie weit sich das Wasser verbreitet hat. Fertigen Sie Lichtbilder, um Schäden zu dokumentieren. Führen Sie ggf. eine digitale Feuchtigkeitsmessung durch. Verwenden Sie keine Messgeräte, die mittels Widerstandsmethode (2 Messspitzen) die Feuchtigkeit bestimmen. Diese sind reines Spielzeug. Setzen Sie auf Messgeräte mit Kugelkopf, diese sind relativ genau. Diese Messgeräte gibt es ab 5 €/Tag und geben einen groben Aufschluss über den Schaden. Werte über 40 Digit sind leicht feucht, über 65 stark feucht und ab 80 nass.

3. Versicherung informieren

Falls Sie Wasserschäden bei einer Versicherung abgesichert haben, kontaktieren Sie in jedem Fall diese Versicherung, bevor Sie selbst tätig werden. Sprechen Sie Ihr weiteres Vorgehen mit Ihrer Versicherung ab. Grundsätzlich müssen nicht den von der Versicherung gewünschten Handwerker akzeptieren, Sie können auch einen eigenen wählen.

4. Bautrocknung vorbereiten

Bevor Sie mit der Bautrocknung starten können, müssen Sie die Räumlichkeiten vorbereiten. Schließen Sie alle Fenster und Türen zu dem Raum, den Sie trocknen möchten. Vermeiden Sie mit diesem Raum einen Luftaustausch und Zugluft, dies würde die Trocknung verlangsamen. Kleben Sie nötigenfalls offene Durchgänge mit Folien ab. Falls abgehängte Decken betroffen sind, sollten Sie diese vorsichtshalber Öffnen, denn sonst besteht Schimmelgefahr. Stark durchfeuchtete Wände sollten von Putz und Fliesen befreit werden.

5. Bautrockner aufstellen

Mieten Sie sich einen Bautrockner bei einem lokalen Bautrockner-Vermieter Ihres Vertrauens. Diese gibt es schon ab 50 Euro pro Woche. Stellen Sie das Gerät im betroffenen Raum auf und schalten Sie es entsprechend der Anleitung ein. Leeren Sie regelmäßig den Wasserbehälter und lassen Sie Türen und Fenster weiterhin geschlossen. Bei größeren Räumen helfen Ventilatoren die Raumluft besser zum Bautrockner zirkulieren zu lassen.

6. Trocknungsfortschritt kontrollieren

Schauen Sie regelmäßig, wie die Trocknung voranschreitet. Digitale Feuchtigkeitsmessgeräte sollten je nach Typ einen Wert von 30-40 Digit anzeigen, dann ist die Trocknung abgeschlossen. Im Zweifelsfall ist es sinnvoll, noch einige Tage länger zu trocknen, um den Wasserschaden auch vollständig getrocknet zu haben. Fragen Sie im Zweifel Ihren Fachmann.

7. Sanierung beginnen

Ist die Trocknung abgeschlossen, können Sie mit den Sanierungsarbeiten beginnen und Ihr Zuhause wieder schön machen. Sie sollten jedoch darauf achten, dass die Trocknung auf jeden Fall abgeschlossen ist und Feuchtigkeitseinschlüsse vermieden werden.

So einfach den Wasserschaden selbst trocknen

Sie sehen, den Wasserschaden selbst zu trocknen ist gar nicht schwer. Durch Bautrockner-Mietgeräte ist eine Trocknung für jedermann möglich – und das zum kleinen Preis.

Nach Fragen?

Wir beantworten Ihre Fragen gern und beraten Sie über die notwendige Bautrockner-Größe.